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Letzte Änderung:
14. Dezember 2006

dieter luz - aschekörper - x
ausstellung vom 7. september bis 5. oktober 2003

DIETER LUZ
1939           in Pfalzgrafenweiler geboren
1959-1963  Architekturstudium In Stuttgart
                 Gasthörer an der Akademie der
                 Bildenden Künste Stuttgart
1965-1966  Afrikaexpedition,
                 Kameramann für 9 ethnologische Filme,
                 1 Fernsehfilm
seit 1969    Freier Architekt in Tübingen
seit 1973    Mitglied im Künstlerbund in Tübingen
1979-1993  27 Reisen nach Afrika
                 (Algerien, Tunesien, Libyen,
Guinea, Mali,
             Elfenbeinküste, Burkina-Faso, Ghana,
            
Togo, Benin, Camerun, Namibia,
                 Niger; Botswana, Zimbabwe)

Ausstellungen
1972 Grafikgalerie, Berlin
1973 Zimmertheater, Tübingen
1974 Aix, Frankreich
1975 Stadthalle, Sindelfingen, Aktion Brückenschlag, Jugoslawien
1976 Große Kunstausstellung, München, Kurhaus, Obersdorf
1977 Wendelin Niedlich. Stuttgart
1978 Aktion „Tübinger Bürger"
1979 Galerie Moering, Wiesbaden
1980 Gassenausstellung (Werkstadel), Tübingen
         Aktion und Ausstellung „Bäume", Tübingen
1982 Werkstadel „Vorsicht Glas", Tübingen
         Rathaus, Waldenbuch
         Galerie „Altes Schlachthaus", Tübingen
1983 Kunsthalle, Tübingen
1984 Künstlerbund, Heidelberg
         Kunsthalle; Tübingen
1985 Kunsthalle, Tübingen
         Künstlerbund, Tübingen
1986 Gemeindehaus, Kirchentellinsfurt
1987 Kunsthalle, Tübingen
         Künstlerbund. Tübingen
1988 Installation „Im Schatten der Pyramiden"
         Künstlerbund, Tübingen
1989 La Jolla Fine Arts Gallery, Kalifornien
         Künstlerbund, Tübingen
1992 Zehntscheuer, Rottenburg
1993 Vigato-Galerie, Budapest
         Kunsthalle, Tübingen
1994 Pomologie, Reutlingen
1995 Galerie Dacic, Tübingen
1997 Künstlerbund. Tübingen
1998 Pollozek-Galerie, Pfarrkirchen
1999 Warschau
         Galerie „Altes Schlachthaus", Tübingen
         Kreuzkirche, Nürtingen
2001 Stadtmuseum, Tübingen
         Kulturhalle, Tübingen

Aschekörper-X - Zwillinge - 2001
Asche, Röntgenbilder, Graphit 210x110cm

unten:
Aschekörper-X - Klagemauer 3 - 2001
Asche, Röntgenbilder, Graphit,
Papierbriefe 75x120cm

Die Faszination und Begeisterung für die Spuren verschwundener afrikanischer Kulturen, deren zum Teil noch heute existierenden Ausprägungen, sind der entscheidenden Schlüssel zur Kunst von Dieter Luz. Auf seinen zahlreichen Afrikareisen hat er einen schier unerschöpflichen Fundus an Artefakten, Skizzen, Filmen, Fotos und Erfahrungen gesammelt, die ihm als Grundlage seiner künstlerischen Arbeit dienen.

Aschekörper-X, sein seit ca. 1998 entstehender neuer Zyklus, schließt sich nahtlos an seine früheren Zyklen ‚Aschekörper‘ und ‚Die Zeit dazwischen‘ an. In ein Gemisch aus Asche und Bindemittel bettet Dieter Luz Röntgenbilder und kleine Spiegel ein. In die nasse Asche werden mit Graphitstift kokonhafte Körper regelrecht in die Asche – Symbol für Sterben und Vergehen – aber auch Symbol der Wiedergeburt - eingegraben.  

Der Kokon, ein Bild für hermetisch eingesponnenes, sich Veränderndes Leben, wird durch den Blick auf schattenhafte Konturen des menschlichen Skeletts auf den eingearbeiteten Röntgenbildern durchbrochen – ein Blick in das Innere des Menschen, seine Zerbrechlichkeit wird möglich.

Kleine runde Spiegel, die bei afrikanische Völkern auch Fetischcharakter haben und den Menschen als offener Zugang zum Fetisch und als Wächter über die Erfüllung der Wünsche dienen, sind in Form von Sternbildern in Asche und Röntgenbilder eingesetzt.  

Für die Ausstellung Aschkörper X hat Dieter Luz insgesamt 23. Arbeiten, darunter auch sechs erst im August 2003 fertiggestellte ‚Kopffüßler‘ ausgesucht. Die Ausstellung ist bis 5. Oktober 2003 in der Galerie Alte Molke Breiteholz zu sehen.