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blick auf uns selbst Schauen bedeutet, etwas bewusst zu sehen. Mein Anspruch als Künstler ist es, Grenzen zu erforschen, an denen Konfrontation besteht, aus der sich eine kreative Spannung ergibt: etwas Neues zu schaffen, diese Suche nach Grenzen, diese Zweifel, die damit verbundenen möglichen Interpretationen zu organisieren und sie bestmöglichst sichtbar zu machen, damit sie den Zuschauer emotional erreichen. Grenzen zu erforschen, die verbinden und trennen, wie unsere Haut, unsere allernächste Grenze, die sowohl von Aggressionen als auch von Zärtlichkeiten geprägt ist. Schauen und Identitäten suchen, individuelle und soziale. Definiert durch ihre Konturen, ihre Grenzen. Grenzen, die Ausgangspunkte sein können, an denen Kommunikation, Transaktion, Austausch stattfindet... Es ist eine “Archäologie der Überreste”. Es sind Fotographien, die eher anregen als beschreiben, die eher Erinnerungen hervorrufen als etwas dokumentieren, die als Metaphern verwendet werden, sich einer augenscheinlichen Deutung jedoch entziehen und zum Nachdenken über Fragen anregen wie: Wie sieht mein “Abdruck” aus ? Welche Spur hinterlassen wir ? Wie ist unsere Beziehung zum “Anderen”: dem Die “”Essenz””, auf deren Suche die griechischen Philosophen waren, das “Arché”, die vier Elemente, die Empedokles als Prinzip “von allem” formulierte (unabänderlich, unbeweglich und ewig), und die sich durch die beiden Urkräfte, Liebe und Hass, verbinden, diese “Essenz” wird in meiner Fotoserie “Arché” dargestellt: Erde, Wasser, Luft und Feuer. Vier Bilder, im vertikalen Format und in entsprechender Grösse, und die so Energie und Eindringlichkeit ausstrahlen. Die andere Fotoserie, die ich präsentiere, mit dem Titel “Berros no roncar das ondas” (Schreie im Tosen des Meeres) richtet den Fokus auf die Kontakt- bzw. Grenzlinie zwischen Gesellschaft und maritimer Natur, die durch die Küste sehr gut gekennzeichnet ist. Dieses Mal präsentiere ich eine Auswahl von 15 Bildern im horizontalen Format (60 x 90 cm), bei denen ich die Perspektive des Meers einnehme und uns aus dieser Perspektive betrachte. Dabei stütze ich mich auf die Verse des Dichters Bernandino Graña (1932- 2025). |